Gesundheit
Giftköder-Alarm: So schützen Sie Ihren Hund
Von Dr. Sarah Müller••6 Min. Lesezeit
Immer wieder gibt es Warnmeldungen über Giftköder (mit Rattengift, Schneckenkorn oder Rasierklingen präparierte Wurststücke). Vorsicht ist besser als Nachsicht.
Vorsorge
- Anti-Giftköder-Training: Der wichtigste Schutz. Der Hund lernt, Fressbares anzuzeigen, statt es zu schlucken, oder es auf Kommando ("Pfui", "Aus") sofort auszuspucken.
- Aufmerksamkeit: Lassen Sie den Hund nicht unbeobachtet im Gebüsch stöbern.
- Warn-Apps nutzen: Apps wie "Dogorama" warnen vor aktuellen Fundorten.
- Maulkorb: In bekannten Gefahrengebieten kann ein leichter Fressschutz-Maulkorb Leben retten.
Symptome einer Vergiftung
Erbrechen (evtl. mit Blut), Durchfall, starkes Speicheln, Zittern, Krämpfe, Apathie, blasse Schleimhäute.
Erste Hilfe
1. Ruhe bewahren.
2. Reste sichern: Nehmen Sie Proben des Erbrochenen oder des Köders mit zum Tierarzt.
3. Sofort zum Tierarzt: Rufen Sie vorher an, damit alles vorbereitet ist.
4. Kein Erbrechen auslösen: Bei ätzenden Stoffen oder scharfen Gegenständen schadet das mehr!
5. Kohle-Tabletten: Nur nach Absprache mit dem Tierarzt geben (Dosierung ist gewichtsabhängig und sehr hoch).